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Desensibilisierung – endlich durchatmen bei Haustaub-, Pollenallergie & Co

Die Nase rinnt, die Augen tränen, ein kratzendes Gefühl im Rachen – Symptome,die jeder Allergiker kennt und die auch die Lebensqualität stark einschränken. Mit der Desensibilisierung, auch Hyposensibilisierung genannt, können Allergien nicht nur wirksam, sondern auch nachhaltig behandelt werden.

Was bewirkt eine Desensibilisierung bei Allergien?

Die Desensibilisierung ist eine Immuntherapie, welche die Ursachen der Allergie bekämpft. Das Immunsystem wird durch Verabreichung des Allergens langsam an dieses gewöhnt und in der Folge die allergischen Reaktionen vermindert. Die Therapie verhindert, dass die Krankheit sich in eine stärkere Form weiter entwickelt, z.B. in ein allergisches Asthma.

Wann ist eine Desensibilisierung sinnvoll?

Hohe Erfolgsraten verspricht eine Desensibilisierung bei Pollenallergien, Hausstauballergien sowie Insektengiftallergien, bei welchen sie sogar lebensrettend sein kann. Auch bei Tierhaarallergien und Schimmelpilzallergien kann sie zu einer deutlichen Verbesserung führen. Die Kosten werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen.

Wie sollten Art und Zeitpunkt der Desensibilisierung gewählt werden?

Langzeittherapie bei Hausstauballergie

Diese Form wird bei ganzjährigen Allergien, wie bei Hausstauballergien oder Tierhaarallergien, angewandt. Der Beginn ist jederzeit möglich, die Therapiedauer beträgt drei Jahre. Das Allergen wird am Oberarm unter die Haut gespritzt. In den ersten Wochen erhält der Patient die Spritze wöchentlich, wobei die Dosis gesteigert wird. In der zweiten Phase der Therapie wird die Maximaldosis monatlich verabreicht.

Kurzzeittherapie bei Pollenallergie

Diese Therapieform ist besonders bei Pollenallergien geeignet. Die Behandlung beträgt vier bis sieben Wochen vor der Pollensaison. In diesem Zeitraum erhält der Patient einige Spritzen. Die Behandlung muss jedoch abgeschlossen sein, wenn der Pollenflug beginnt. Um den Erfolg zu garantieren, sollte die Therapie drei Jahre hintereinander durchgeführt werden.

Desensibilisierung mittels Tropfen oder Tabletten

Die Allergene können anstelle von Spritzen auch in Form von Tropfen oder Tabletten verabreicht werden. Hier erfolgt die Einnahme täglich, wobei die Dosis ebenfalls kontinuierlich gesteigert wird. Diese Therapie ist allerdings nicht bei allen Allergie-Formen möglich.

Eine erfolgreiche Desensibilisierung verringert dauerhaft die Beschwerden, sie kann sogar zu völliger Symptomfreiheit führen. Ihr Arzt berät Sie über die geeignete Therapieform und überwacht den Ablauf der Behandlung.

 

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