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Onkologische Rehabilitation – wohltuend für Körper und Seele

Jährlich erkranken über 36.000 Menschen in Österreich neu an Krebs. Zum Glück wird die Lebenserwartung von Krebspatienten durch bessere Behandlung und Früherkennung immer länger. Ist eine akute Krebsbehandlung einmal überstanden, geht es um die Frage, wie das Leben nun weitergehen kann. Bei der Bewältigung der körperlichen und seelischen Schwierigkeiten hilft die onkologische Rehabilitation.

Mit den Spuren einer Krebsbehandlung leben:

Auch wenn die Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs immer besser werden, bleibt er doch sehr häufig nicht ohne Folgen: Die Krankheit selbst und die Behandlungen hinterlassen Spuren am Körper und an der Seele. Körperlich können unterschiedlichste Beeinträchtigungen bestehen bleiben, je nach der Art und Schwere der Krankheit. Seelisch gilt es, die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit zu verarbeiten und mit den Einschränkungen und Unsicherheiten leben zu lernen. Und das ist nicht immer ganz einfach. Die Patienten selbst, aber auch ihre Familien und Freunde, tragen oft schwer an der Situation nach einer Krebsbehandlung. Depressionen, Ängste, posttraumatische Belastungsstörungen, sexuelle Einschränkungen, Blutarmut, dauerhafte Müdigkeit und andere Beeinträchtigungen können auftreten und müssen in das Leben integriert werden. Dabei kann die onkologische Rehabilitation eine große Hilfe sein.

So hilft die onkologische Rehabilitation:

Rehabilitationskliniken, die sich auf Patienten mit oder nach einer Krebserkrankung spezialisiert haben, gibt es in Österreich einige. Sie wissen, mit welchen Schwierigkeiten Krebspatienten zu kämpfen haben und wie sie dabei am besten unterstützt werden. Das Ziel der onkologischen Rehabilitation ist es, die Lebensqualität, Gesundheit und Aktivität der Patienten so weit wie möglich wiederherzustellen. Dafür werden unterschiedlichste Diagnose- und Therapieverfahren eingesetzt: Wundversorgung, spezielle Schmerztherapie, Bewegungstherapie, Ernährungsberatung, Massagen, Entspannungsverfahren, verschiedene Formen der Psychotherapie und viele weitere Methoden werden in den Kliniken angeboten. Der Therapieplan wird individuell auf jeden Patienten zugeschnitten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Nutzen Sie die onkologische Rehabilitation!

Neben den eigentlichen Therapien hat die onkologische Rehabilitation noch weitere Vorteile. Sie haben hier Zeit und Gelegenheit, sich in einem professionellen und unterstützenden Umfeld mit den für Sie elementaren Fragen auseinanderzusetzen: Wie geht es gesundheitlich, beruflich, sozial mit mir weiter? Auch der Austausch mit anderen Betroffenen tut vielen Patienten gut. Ein Antrag auf onkologische Rehabilitation kann gleich im Spital gestellt werden, in dem die Krebsbehandlung durchgeführt wird. Aber auch Ihr betreuender Arzt kann den Antrag mit Ihnen ausfüllen. Dieser wird dann bei der zuständigen Sozialversicherung eingereicht. Nutzen Sie die Möglichkeit der onkologischen Rehabilitation für mehr Aktivität, Gesundheit und Lebensqualität!

Eine Auswahl an onkologischen Rehabilitationszentren finden Sie auf der Website der österreichischen Krebshilfe (http://www.krebshilfe.net/services/spezial-zentren/rehabilitationszentren/).

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