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Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat

Ihre Gelenke schmerzen. Was machen Sie? Sie schonen sich! Eine ganz normale Reaktion.

Sie sollten aber umdenken! Denn Bewegungsmangel verstärkt oftmals nur das Leiden. Das Hauptproblem bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates ist der Schmerzkreislauf: um Schmerzen zu vermeiden, werden immer mehr Bewegungen eingeschränkt – der Bewegungsmangel wiederum verstärkt die Schmerzursache!

Fehlende Bewegung führt zu Fehlhaltungen und Verspannungen. Sie schlafen nicht mehr gut, fühlen sich matt und müde und verspüren wiederum überhaupt keine Lust, sich zu bewegen. Und dann werden die Schmerzen schleichend aber unaufhaltsam immer stärker.

Schmerzspirale

Tumorschmerzen

Beinahe jede Tumorerkrankung verursacht Schmerzen, vor allem im fortgeschrittenen Stadium können diese sehr intensiv werden. An Krebs erkrankte Menschen müssen diese Schmerzen nicht still ertragen oder einfach hinnehmen, um niemandem zur Last zu fallen. Es gibt hochwirksame Schmerzmittel, die gut verträglich sind und den Alltag erleichtern können. Tumorerkrankte Menschen benötigen letztlich all ihre Kraft zur Bewältigung ihrer Krankheit – Schmerzen zu ertragen ist dem Genesungsprozess dabei sicher nicht förderlich.

Vertrauen Sie sich Ihrem behandelnden Arzt an. Eine individuelle, auf Patientenbedürfnisse abgestimmte Schmerztherapie ist ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Betreuung von Tumorpatienten. Es ist wichtig, dass Sie ihre betreuenden Ärzte über die Intensität informieren. Um einen Überblick über das zeitliche Auftreten von Schmerzen und über die Schmerzstärke zu erhalten, empfiehlt es sich ein Schmerztagebuch zu führen. Unter der Rubrik Patienten-Service finden Sie Informationsbroschüren zum Thema Schmerz so wie auch Vorlagen für Schmerztagebücher.

Nervenschmerzen

Für die Behandlung von Nervenschmerzen oder „neuropathischen Schmerzen“ ist es wichtig die Ursache zu kennen. Ein Nerv kann zum Beispiel durch Entzündungen oder mechanische Belastung Schmerzen verursachen:
Partial Nerve Severance
Der Nerv selbst kann geschädigt sein, etwa nach einer Verletzung. Schon kleine Unpässlichkeiten oder Veränderungen wie Wärme oder Trockenheit können dann starke Schmerzen verursachen.

Stoffwechselerkrankungen wie z.B. die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) können zu Nervenschmerzen, der sogenannten Polyneuropathie, führen. Die Patienten klagen über Dauerschmerzen, aber auch über gesteigerte Berührungsempfindlichkeit an bestimmten Körperstellen. Blockade of pain response
Nerven können auch nach einer Infektionskrankheit geschädigt sein, etwa nach einer Gürtelrose (Herpes zoster). Schon die Berührung im befallenen Bereich verursacht starke Nervenschmerzen.

Als Folge mancher Unfallverletzungen oder Krankheiten muss eine Amputation durchgeführt werden. Dabei werden Nerven durchtrennt. In bestimmten Fällen kann dies zu einer Schmerzempfindung in einem Körperteil führen, der gar nicht mehr vorhanden ist. In diesen Fällen spricht man vom sogenannten Phantomschmerz.

Schließlich können Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks zu Nervenschmerzen führen. Auch Patienten mit Querschnittlähmungen klagen über störende Missempfindungen unterhalb der Verletzungsstelle.

Nervenschmerzen sind oft sehr heftig und werden häufig chronisch, also immer wiederkehrend. Aus diesem Grund ist eine richtige Diagnose und gezielte Behandlung neuropathischer Schmerzen sehr wichtig. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre schmerzhaften Empfindungen und teilen Sie Ihm mit, wo Sie den Schmerz verspüren und wie er sich anfühlt. Das sind wichtige Details für die Auswahl der am besten für Sie geeigneten Schmerztherapie.

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Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt oder Apotheker auf, wenn Sie Beschwerden oder Fragen zu Produkten haben.