Wie entsteht Schmerz?

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Ob nun stechend, dumpf, brennend oder akut – durch Schmerzen warnt uns der Körper vor schädigenden Einflüssen. Während akute Schmerzen plötzlich auftreten und meist problemlos zu behandeln sind, treten chronische Schmerzen monate- und jahrelang wiederkehrend auf oder sind ständig präsent. Sie zu behandeln gestaltet sich wesentlich schwieriger. Dank moderner Behandlungen und Schmerzmittel können chronische Schmerzen zumindest deutlich gelindert werden.

Grundsätzlich sind Schmerzen lebensnotwendig. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Blinddarmentzündung ohne Bauchschmerzen. Das wäre für Sie zwar angenehm – doch Sie würden davon vermutlich nichts bemerken und nicht zum Arzt gehen. Die Entzündung bliebe unentdeckt und unbehandelt und hätte gravierende gesundheitliche Auswirkungen. Akuter Schmerz stellt als Symptom somit eine Warnfunktion des Körpers dar.

Ganz anders verhält es sich mit chronischen Schmerzen: Sie warnen nicht vor einer unmittelbar drohenden Gefahr, wie einer Blinddarmentzündung, weil sie selbst zur Erkrankung geworden sind. Der Schmerz erfüllt somit seine eigentliche Funktion als Warnsignal nicht mehr. In der Medizin spricht man bei dieser Fehlreaktion auch von einem chronischen Schmerzsyndrom.

Fehlreaktionen entstehen im Gehirn

Gehirn FehlreaktionSchmerzen entstehen im Gehirn, nicht am Ort des Geschehens. Dort befinden sich jedoch Nerven, die Signale zum Gehirn senden, wo die Schmerzempfindung aktiviert wird. Bei starken und länger andauernden Schmerzen verändern sich im Laufe der Zeit die Nervenzellen. Sie werden sensibler und reagieren bereits auf sehr geringe Reize. Im Laufe der Zeit verstärkt sich diese Fehlreaktion, bis sich der Schmerz verselbstständigt.

Pain PerceptionNerven melden dann Schmerzsignale an das Gehirn, ohne dass eine Schädigung vorliegt. In diesem Stadium hilft nur eine gezielte Behandlung, um dieser Schmerzspirale zu entkommen.

Schmerzen gehören wie jede andere Erkrankung auch behandelt. Schmerzen kann man in den Griff bekommen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt über Schmerzen zu sprechen. Obwohl die Frage „wie tut es denn weh?“ oftmals seltsam klingt, versuchen Sie trotzdem sich über die Art der Schmerzen klar zu werden. Notieren Sie sich die Häufigkeit der Schmerzen, die spürbare Intensität (etwa auf einer Skala von 1 bis 10) und wie sich der Schmerz anfühlt – eher dumpf und pochend oder eher brennend und einschießend. Der Arzt kann mit Hilfe dieser Informationen die am besten geeignetste Behandlung bestimmen.

 

Engagement und Innovation

Bereits in den 80er Jahren kam es zur Zulassung der Wirksubstanz Morphin in einer Darreichungsform mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Retard-Form) in einigen europäischen Ländern.

Durch ein eigens entwickeltes Freisetzungssystem wird der Wirkstoff langsam und kontinuierlich abgegeben, damit wird die Wirkdauer verlängert und das Medikament ist auch besser verträglich ist. Neben der Schmerzlinderung ist das wichtigste Thema die Verträglichkeit von Medikamenten. Auch in diesem Bereich gibt es neue Entwicklungen und damit bessere Behandlungsmöglichkeiten.

Mundipharma bietet eine große Palette an Medikamenten zur Schmerzbehandlung an, die in zahlreichen Dosierungen und Darreichungsformen für die individuelle Behandlung von Schmerzen zur Verfügung stehen.

 

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